Gesundheitsvorteile der finnischen Sauna: Neue Forschung zur Rolle der Luftfeuchtigkeit
- vor 23 Stunden
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Seit Generationen wissen die Finnen, dass Löyly das Saunaerlebnis verändert. Nun beginnt auch die Wissenschaft zu zeigen, dass Löyly die physiologischen Reaktionen des Körpers beeinflusst.
Löyly entsteht, wenn Wasser auf die heißen Steine eines Saunaofens gegossen wird. Das Wasser verdampft schnell, erhöht vorübergehend die Luftfeuchtigkeit und verändert die Art und Weise, wie die Hitze auf dem Körper empfunden wird. Doch für Finnen ist Löyly weit mehr als nur Dampf. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Saunaerlebnisses.
Eine neue Studie aus dem Jahr 2026 von Forschenden der Universität Jyväskylä und des finnischen Instituts für Leistungssport KIHU liefert neue Erkenntnisse darüber, was tatsächlich geschieht, wenn sich die Luftfeuchtigkeit beim Saunieren in einer finnischen Sauna verändert. Die Forschenden stellten fest, dass sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit die physiologischen Reaktionen des Körpers beeinflussten, wobei die Luftfeuchtigkeit unabhängig zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und der Thermoregulation beitrug.¹
Das ist besonders interessant, weil sich die wissenschaftliche Diskussion über Sauna traditionell weitgehend auf Temperatur und Dauer konzentriert hat. Die Luftfeuchtigkeit und insbesondere die schnellen Veränderungen durch Löyly haben deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten.
Was sagt uns diese neue Forschung also? Und wenn wir über die viel diskutierten Gesundheitsvorteile der Sauna sprechen: Welche Art von Sauna wurde eigentlich untersucht?
Was die neue Studie zur finnischen Sauna herausgefunden hat
Die Studie untersuchte 50 gesunde, körperlich aktive Erwachsene während vier separater Saunagänge von jeweils zehn Minuten. In den ersten zwei Minuten jedes Saunagangs wurde kein Wasser auf die Steine gegossen. Während der verbleibenden acht Minuten konnten die Teilnehmenden nach eigenem Ermessen Wasser auf die heißen Steine gießen und so Löyly erzeugen.¹
Die Forschenden erfassten sowohl die Saunabedingungen im Detail als auch die Herzfrequenz, die Körperkerntemperatur, die Hauttemperatur und das Wärmeempfinden der Teilnehmenden. Über die Saunagänge hinweg stieg die Herzfrequenz im Durchschnitt von etwa 79 auf 121 Schläge pro Minute, während die Körperkerntemperatur um etwa 0,4 °C zunahm.¹
Wie zu erwarten war, stellte die Temperatur den dominierenden Umweltfaktor dar. Wichtig ist jedoch, dass auch die Luftfeuchtigkeit einen unabhängigen Einfluss hatte. Die Forschenden kommen zu folgendem Schluss:
„While temperature is the dominant factor, humidity independently increases cardiovascular and thermoregulatory strain by impairing evaporative heat loss.“¹ [„Während die Temperatur der dominierende Faktor ist, erhöht die Luftfeuchtigkeit unabhängig davon die kardiovaskuläre und thermoregulatorische Belastung, indem sie die Wärmeabgabe durch Verdunstung beeinträchtigt.“]
Mit anderen Worten: Löyly sorgt nicht nur dafür, dass sich die Sauna anders anfühlt. Die dadurch verursachte Veränderung der Luftfeuchtigkeit beeinflusst auch, wie der Körper auf die Hitze reagiert.
Die Studie wirft außerdem eine interessante Frage im Hinblick auf frühere Forschung auf. In traditionellen Saunastudien wurden die Bedingungen häufig als „trocken“ beschrieben, obwohl beim Saunieren in einer finnischen Sauna üblicherweise Wasser auf die heißen Steine gegossen wird. Die schnellen und vorübergehenden Schwankungen durch Löyly wurden nur selten detailliert erfasst. Die Autoren weisen deshalb darauf hin, dass frühere Studien die physiologische Belastung beim Saunieren unter realen Bedingungen möglicherweise unterschätzt haben.¹
Das bedeutet nicht, dass die neuen Ergebnisse beweisen, dass Löyly für die langfristigen Gesundheitsvorteile des Saunierens verantwortlich ist. Die Studie untersuchte akute physiologische Reaktionen und keine langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen. Es ist noch wesentlich mehr Forschung erforderlich, um zu verstehen, wie Luftfeuchtigkeit und Löyly mit solchen langfristigen Auswirkungen zusammenhängen könnten.
Doch eines zeigen die Ergebnisse deutlich: Bei der Erforschung der finnischen Sauna spielt die Luftfeuchtigkeit eine Rolle.
Welche Gesundheitsvorteile hat die finnische Sauna?
Das Interesse an den gesundheitlichen Auswirkungen der Sauna ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, und neue Forschung erweitert die wissenschaftliche Evidenz kontinuierlich. Einige der einflussreichsten Langzeitergebnisse stammen aus Finnland.
Eine der wegweisenden Studien wurde 2015 in JAMA Internal Medicine veröffentlicht. Laukkanen und seine Kollegen begleiteten 2.315 Männer mittleren Alters aus Ostfinnland über einen medianen Zeitraum von 20,7 Jahren. Häufigeres Saunieren war mit einem geringeren Risiko für plötzlichen Herztod, tödliche koronare Herzkrankheit, tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität verbunden. Bei Männern, die vier- bis siebenmal pro Woche saunierten, war das relative Risiko für einen plötzlichen Herztod um 63 % und für die Gesamtmortalität um 40 % niedriger als bei Männern, die einmal pro Woche saunierten.²
Das sind bemerkenswerte Ergebnisse, doch die Formulierung ist entscheidend. Es handelte sich um eine Beobachtungsstudie. Sie stellte Zusammenhänge fest, kann aber nicht belegen, dass das Saunieren selbst die niedrigere Sterblichkeit verursacht hat.
Auch andere finnische Studien haben ähnlich interessante Zusammenhänge aufgezeigt. Häufiges Saunieren wurde mit einem geringeren Risiko für Demenz und Alzheimer³ sowie mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck in Verbindung gebracht.⁴ Übersichtsarbeiten zur verfügbaren Evidenz haben außerdem mögliche Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, die Atemwege, die kognitive Gesundheit und weitere gesundheitliche Bereiche untersucht.⁵
Das Bild geht über Sterblichkeit und Herz-Kreislauf-Gesundheit hinaus. Eine Bevölkerungsstudie aus Nordschweden aus dem Jahr 2024 ergab, dass Saunagänger über eine bessere allgemeine und psychische Gesundheit, mehr Glücksgefühl und Energie, erholsameren Schlaf und weniger körperliche Schmerzen berichteten als Menschen, die nicht saunierten.⁶ Die meisten nutzten elektrisch beheizte Saunen bei typischen Saunatemperaturen von 60–80 °C. Auch hier handelte es sich um eine Querschnitts-Beobachtungsstudie. Die Ergebnisse sollten daher nicht als Beweis dafür interpretiert werden, dass das Saunieren diese Unterschiede verursacht hat.
Insgesamt ist die Evidenz vielversprechend. Sie gibt uns gute Gründe, die möglichen Zusammenhänge zwischen Saunieren und Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutdruck, kognitiver Gesundheit, Schlaf, psychischem Wohlbefinden und allgemeinem Wohlbefinden weiter zu erforschen.
Doch sie wirft auch eine wichtige Frage auf, die manchmal übersehen wird: Wenn wir „Sauna“ sagen, sprechen wir dann immer über dasselbe?
Warum die Art der Sauna bei Gesundheitsvorteilen eine Rolle spielt
In Finnland nennen wir sie normalerweise nicht „finnische Sauna“. Wir sagen einfach Sauna. Und aus unserer Sicht sollte der Zusatz auch anderswo kaum notwendig sein. Sauna ist Sauna. In der Realität wird das Wort international jedoch zunehmend für sehr unterschiedliche Formen der Wärmeeinwirkung verwendet. Diese Unterscheidung wird besonders wichtig, wenn über gesundheitliche Vorteile gesprochen wird. Wenn unterschiedliche Produkte und Wärmeanwendungen alle als „Sauna“ bezeichnet werden, sollten Verbraucher zumindest erkennen können, auf welche Art von Sauna oder Wärmeeinwirkung sich die wissenschaftliche Evidenz hinter einer Gesundheitsbehauptung tatsächlich bezieht.
Eine traditionelle finnische Sauna setzt den Körper relativ hohen Lufttemperaturen aus. Sie verfügt über einen Saunaofen mit heißen Steinen, auf die Wasser gegossen wird, um Löyly zu erzeugen. Dadurch kommt es zu schnellen Veränderungen der Luftfeuchtigkeit. Andere Formen passiver Wärmeeinwirkung können andere Temperaturen, Wärmequellen, Feuchtigkeitsniveaus und Expositionszeiten nutzen. Der physiologische Reiz ist daher nicht zwangsläufig derselbe.
Diese Unterscheidung ist bei der Interpretation wissenschaftlicher Evidenz besonders wichtig. Eine Studie kann nur direkte Aussagen über die Bedingungen und die untersuchte Population liefern, die tatsächlich Gegenstand der Untersuchung waren. Erkenntnisse aus einer Form der Wärmeeinwirkung sollten nicht automatisch auf eine andere übertragen werden, nur weil beide mit dem Wort „Sauna“ bezeichnet werden.
Die neue finnische Forschung fügt dieser Frage eine weitere Dimension hinzu. Wenn die Luftfeuchtigkeit unabhängig die kardiovaskulären und thermoregulatorischen Reaktionen beeinflusst, kann die Beschreibung eines Saunagangs ausschließlich anhand von Temperatur und Dauer einen wichtigen Teil des physiologischen Gesamtbildes außer Acht lassen.¹ Ob Wasser auf die Steine gegossen wurde, wie sich die Luftfeuchtigkeit veränderte und welche Art von Sauna verwendet wurde, kann beim Vergleich und bei der Interpretation von Studien eine wichtige Rolle spielen.
Gelten die Gesundheitsvorteile der finnischen Sauna auch für Infrarot und andere Wärmeanwendungen?
Infrarot-Wärmeanwendungen, die häufig als „Infrarotsauna“ vermarktet werden, werden vielfach mit Aussagen zu Herz-Kreislauf-Gesundheit, Regeneration, Langlebigkeit und anderen möglichen gesundheitlichen Vorteilen beworben.
Es gibt wissenschaftliche Forschung zur Infrarot-Wärmeeinwirkung, und sie kann eigene gesundheitliche Vorteile haben. Es geht nicht darum, dass eine Wärmeanwendung zwangsläufig gesünder wäre als eine andere. Entscheidend ist, dass sie aus wissenschaftlicher Sicht nicht austauschbar sind.
Ein großer Teil der oben diskutierten und häufig zitierten Langzeitevidenz betrifft das Saunieren in der finnischen Sauna und nicht die Infrarot-Wärmeeinwirkung. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zu passiven Wärmeanwendungen unterscheiden ebenfalls zwischen finnischer Sauna, Infrarot-Wärmeeinwirkung und anderen wärmebasierten Interventionen, anstatt sie als eine einzige Methode zu behandeln. Eine umfassende Übersichtsarbeit von Laukkanen und Kunutsor aus dem Jahr 2024 beschreibt die finnische Sauna als die am häufigsten genutzte und bislang am umfassendsten untersuchte dieser passiven Wärmeanwendungen und stellt fest, dass für sie bisher die konsistenteste und robusteste Evidenz hinsichtlich gesundheitlicher Vorteile vorliegt.⁷
Bei Gesundheitsbehauptungen ist daher Vorsicht geboten. Ergebnisse aus Studien zum Saunieren in der finnischen Sauna sollten nicht automatisch als Beleg dafür präsentiert werden, dass Infrarot-Wärmeeinwirkung oder andere Formen passiver Wärmeeinwirkung, etwa Produkte, die als „Saunadecken“ oder „Saunakapseln“ vermarktet werden, dieselben Vorteile bieten, nur weil bei ihrer Vermarktung das Wort „Sauna“ verwendet wird.
Infrarot-Wärmeeinwirkung sollte anhand der wissenschaftlichen Evidenz bewertet werden, die sich auf diese Methode bezieht. Die finnische Sauna sollte anhand der Forschung bewertet werden, die sich auf die finnische Sauna bezieht. Das ist keine Kritik an der einen oder anderen Methode. Es entspricht schlicht der Art und Weise, wie wissenschaftliche Evidenz verwendet werden sollte.
Die finnische Sauna ist keine Trockensauna
International wird die finnische Sauna häufig als „Trockensauna“ bezeichnet. Vielleicht haben Sie sogar schon eine Sauna in einem Hotel, Fitnessstudio oder Spa besucht, in der ein Schild mit der Aufschrift „Kein Wasser auf die Steine gießen“ hing. Aus finnischer Sicht liegt darin ein gewisser Widerspruch.
Löyly ist ein wesentlicher Bestandteil des Saunierens in der finnischen Sauna. Wasser wird auf die heißen Steine gegossen, wo es schnell verdampft und die Luftfeuchtigkeit vorübergehend erhöht. Dadurch verändert sich sowohl die Wahrnehmung der Hitze als auch, wie die neue Forschung zeigt, die physiologische Reaktion des Körpers.¹ Ohne die Möglichkeit, Wasser auf die Steine zu gießen und Löyly zu genießen, würden die meisten Finnen das Erlebnis wahrscheinlich kaum als Sauna bezeichnen.
Interessanterweise beschäftigt sich die Studie von 2026 direkt mit der Beschreibung als „trocken“. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Bedingungen in traditionellen Saunastudien häufig als trocken beschrieben wurden, obwohl in der finnischen Sauna üblicherweise Wasser auf die Steine gegossen wird. Die dadurch entstehenden Schwankungen der Luftfeuchtigkeit wurden oft nur unzureichend erfasst, weshalb frühere Untersuchungen die physiologische Belastung beim Saunieren unter realen Bedingungen möglicherweise unterschätzt haben.¹
Eine finnische Sauna ist auch kein Dampfbad. Die Luftfeuchtigkeit ist nicht dauerhaft hoch. Sie steigt schnell an, wenn Wasser auf die Steine gegossen wird, und sinkt anschließend wieder. Zwischen den einzelnen Löyly-Aufgüssen kann die Luft daher relativ trocken sein, doch das Saunieren in der finnischen Sauna ist nicht einfach trockene Hitze.
Seit Generationen wissen die Finnen, dass Löyly das Saunaerlebnis verändert. Nun beginnt auch die Wissenschaft zu zeigen, dass es die Reaktion des Körpers verändert.
Weitere Forschung zu den Gesundheitsvorteilen der finnischen Sauna ist notwendig
Die wachsende wissenschaftliche Evidenz zu finnischer Sauna und Gesundheit ist faszinierend und in vielen Bereichen äußerst vielversprechend. Gleichzeitig gibt es noch vieles, was wir nicht wissen.
Wir begrüßen weitere Forschung zur finnischen Sauna und ihren möglichen Gesundheitsvorteilen: größere und vielfältigere Studienpopulationen, Frauen ebenso wie Männer, unterschiedliche Altersgruppen sowie Studien in verschiedenen Ländern und Kulturen. Weitere Untersuchungen zu Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutdruck, kognitiver Gesundheit, Schlaf, psychischem Wohlbefinden und anderen möglichen Auswirkungen würden dazu beitragen, eine breitere und solidere Evidenzbasis zu schaffen. Ebenso würden wir weitere Forschung zu den verschiedenen Elementen des finnischen Saunaerlebnisses begrüßen, darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Löyly.
Auch direktere Vergleiche verschiedener Formen passiver Wärmeeinwirkung wären wertvoll. Insbesondere Studien, die die physiologischen Reaktionen und möglichen Gesundheitsvorteile des Saunierens in einer finnischen Sauna mit Infrarot-Wärmeeinwirkung vergleichen, könnten uns helfen, besser zu verstehen, wo die Wirkungen ähnlich sein könnten, wo sie sich unterscheiden und ob Erkenntnisse aus einer Methode sinnvoll auf eine andere übertragen werden können.
Die Forschenden selbst weisen auf die Grenzen ihrer Studien hin, wie es gute Wissenschaft erfordert. Einige der bekanntesten Langzeitergebnisse beruhen auf Beobachtungsstudien und können keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen. Andere wichtige Untersuchungen umfassten relativ eng definierte Populationen, etwa finnische Männer mittleren Alters. Die neuen Erkenntnisse zur Luftfeuchtigkeit liefern einen wichtigen Teil des Gesamtbildes, doch auch die Autoren dieser Studie fordern weitere kontrollierte Untersuchungen, um die unabhängigen Auswirkungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit besser voneinander zu trennen.¹
Auch wir, die kommerziell in der Saunabranche tätig sind, tragen Verantwortung. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten korrekt und zusammen mit ihren Einschränkungen kommuniziert werden. Gute Wissenschaft erkennt ihre Grenzen an, und gute Kommunikation sollte dasselbe tun. Wir sollten Zusammenhänge nicht in nachgewiesene Ursache-Wirkungs-Beziehungen verwandeln. Ebenso sollten Erkenntnisse aus Studien zur finnischen Sauna nicht automatisch zu Marketingaussagen für Infrarot-Wärmeeinwirkung oder andere Formen der Wärmeeinwirkung werden, die in diesen Studien gar nicht untersucht wurden.
Die Saunaforschung entwickelt sich weiter, und wir begrüßen diese Entwicklung. Wir hoffen, dass Forschende in Finnland und weltweit weiterhin schwierige Fragen stellen, Annahmen überprüfen und eine breitere Evidenzbasis schaffen. Je mehr wir über Sauna lernen, desto besser.
Bei der finnischen Sauna geht es um mehr als Gesundheitsvorteile
Seit Jahrhunderten gehen wir Finnen in die Sauna. Für viele von uns beginnt das bereits im Säuglingsalter und setzt sich ein Leben lang fort. Fragt man einen durchschnittlichen Finnen, warum er in die Sauna geht, wird seine Antwort jedoch kaum mit wissenschaftlichen Studien oder Gesundheitsstatistiken beginnen. Wir haben nicht angefangen zu saunieren, weil Studien uns dazu geraten haben. Wir saunieren, weil Sauna schon immer Teil unseres Lebens war.
Traditionell war die Sauna ein Ort der Reinigung, aber auch der Entspannung und Erholung. Sie ist ein Ort, um zur Ruhe zu kommen und Balance zu finden, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich mit anderen zu verbinden oder einfach eine Weile allein und ganz im Moment zu sein. Sauna fühlt sich großartig an und tut uns gut.
Und ja, die wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen deutet darauf hin, dass die finnische Sauna auch unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zugutekommen kann. Doch vielleicht liegt ein Teil der Schönheit der Sauna gerade darin, dass wir sie nicht auf einen Health Hack, eine Leistungskennzahl oder das Versprechen eines längeren Lebens reduzieren müssen. Sie ist nichts, das optimiert werden muss. Das Erlebnis selbst hat einen Wert. Gesundheit und Wohlbefinden sind Teil eines viel größeren Ganzen.
Genau dieses ganzheitliche Saunaerlebnis möchten wir bei Hetki bewahren und mit Menschen auf der ganzen Welt teilen: authentische finnische Saunen, in denen Hitze, heiße Steine, Wasser und Löyly zusammengehören.
Denn Löyly ist kein optionales Extra. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Sauna.
Wissenschaftliche Quellen
Laatikainen-Raussi I, Mikkola T, Ihalainen JK, Ahokas E. Temperature and humidity independently influence thermoregulatory responses during Finnish sauna bathing. Temperature. 2026;13(3):289–299. doi:10.1080/23328940.2026.2698162.
Laukkanen T, Khan H, Zaccardi F, Laukkanen JA. Association between sauna bathing and fatal cardiovascular and all-cause mortality events. JAMA Internal Medicine. 2015;175(4):542–548. doi:10.1001/jamainternmed.2014.8187.
Laukkanen T, Kunutsor S, Kauhanen J, Laukkanen JA. Sauna bathing is inversely associated with dementia and Alzheimer’s disease in middle-aged Finnish men. Age and Ageing. 2017;46(2):245–249. doi:10.1093/ageing/afw212.
Zaccardi F, Laukkanen T, Willeit P, Kunutsor SK, Kauhanen J, Laukkanen JA. Sauna bathing and incident hypertension: a prospective cohort study. American Journal of Hypertension. 2017;30(11):1120–1125. doi:10.1093/ajh/hpx102.
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Engström Å, Hägglund H, Lee E, Wennberg M, Söderberg S, Andersson M. Sauna bathing in northern Sweden: results from the MONICA study 2022. International Journal of Circumpolar Health. 2024;83(1):2419698. doi:10.1080/22423982.2024.2419698.
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